Chefchaouen ist klein, und das ist sein großer Vorteil. Du kannst die Medina in Minuten zu Fuß durchqueren, doch ein gelassener Besuch füllt mühelos ein paar Tage. Die berühmten blau getünchten Gassen sind der Anziehungspunkt, doch der Ort ergibt mehr Sinn als Rast im Rif-Gebirge denn als Ort zum Fotografieren und Weiterfahren.

KapitelGeh durch die Medina ohne Plan

Beginne am Plaza Uta el-Hammam, dem zentralen Platz neben der alten Kasbah, und lass dich von den Gassen tragen. Das Vergnügen liegt zum größten Teil in den Details: eine blaue Tür mit einem Topf Geranien, Stufen in einem dunkleren Blauton gestrichen, ein Webstand neben einer Treppe. Die Kasbah mit ihrem kleinen Museum und Garten und das achteckige Minarett der Großen Moschee helfen dir bei der Orientierung.

Blue Medina of Chefchaouen

Sehenswürdigkeiten & Touren · Blue Medina of Chefchaouen, Chefchaouen

Geh früh und spät. Am Morgen, bevor die Tagesausflugsgruppen ankommen, sind die Gassen still und das Licht ist weich. Am Abend, wenn die Menge wieder dünner wird, kehrt der Ort zu etwas wie seinem Alltag zurück.

KapitelSei ein rücksichtsvoller Besucher

In diesen Gassen leben Menschen, und Häuser und Türen sind keine Kulissen. Frage, bevor du Bewohner fotografierst, blockiere keine engen Stufen für Fotos und behandle Ladenbesitzer als Menschen und nicht als Hintergrund. Kleide dich zurückhaltend, wie in großen Teilen Marokkos, und sei höflich, aber bestimmt, wenn dir Dienste angeboten werden, die du nicht möchtest.

Auf der Straße kann dir Haschisch angeboten werden, denn die Rif-Region ist für den Cannabisanbau bekannt. Es ist illegal, und die einfachste Antwort ist eine freundliche, bestimmte Absage.

KapitelSchau hinauf und hinaus

Steig zur Spanischen Moschee auf dem Hügel über dem Ort hinauf, ein kurzer Spaziergang, der dich besonders bei Sonnenuntergang mit weitem Blick über die blauen Dächer belohnt. Unten am Rand der Medina ist Ras el-Maa, wo eine Quelle aus dem Hang sprudelt, ein Treffpunkt mit Cafés und lokalem Leben.

Ras El Maa

Draußen aktiv · Ras El Maa, Chefchaouen

Spanish Mosque viewpoint

Draußen aktiv · Spanish Mosque viewpoint, Chefchaouen

Hast du einen zweiten Tag, mach ihn zum Wandertag. Akchour im Talassemtane-Nationalpark hat Wasserfälle, ein Flusstal und den Felsbogen God's Bridge, erreichbar auf einem Weg, der zu unterschiedlichen Fitnessniveaus passt. Prüfe vor dem Aufbruch die aktuellen Bedingungen und den Transport und nimm Wasser, festes Schuhwerk und Sonnenschutz mit.

KapitelWas du essen solltest

Das marokkanische Frühstück hier ist ein Genuss: Brot, Olivenöl, lokaler Honig, Weichkäse und süßer Minztee. Chefchaouen ist für seinen Ziegenkäse bekannt, und du findest ihn auf vielen Speisekarten. Such nach Harira, der Tomaten-Linsen-Suppe, Tajines, die in Tontöpfen langsam gegart werden, und Bissara, einer warmen Saubohnensuppe, die zu einem kalten Morgen passt. Dachterrassen sind ein hervorragender Ort für ein gemütliches Mittagessen mit Aussicht.

KapitelEinkaufen mit Geduld

Zum lokalen Handwerk gehören gewebte Decken, Wollkleidung und Lederwaren. Vergleiche, bevor du kaufst, frage höflich nach dem Preis und behandle das Feilschen als freundliches Gespräch und nicht als Wettkampf. Kaufe etwas Kleines von jemandem, dessen Arbeit dir gefällt.

KapitelAnreise und Weiterfahrt

Chefchaouen erreicht man meist per Bus oder Sammeltaxi von Tanger, Tétouan oder Fès oder per privatem Transfer. Die Fahrt dauert ein paar Stunden, komm also mit Tageslicht im Überfluss an. Die Treppengassen der Medina sind für Rollkoffer hart, pack also leicht und trag bequeme Schuhe.

KapitelWann du reisen solltest

Frühling und Herbst bieten angenehmes Wetter zum Wandern. Der Sommer kann heiß sein, doch die Lage in den Bergen hält die Abende kühler als an der Küste. Der Winter bringt kühle, regnerische Tage und weniger Besucher, und der Ort bekommt eine ruhigere Stimmung.

Aktuelle Informationen: Marokkanisches Fremdenverkehrsamt.